Donnerstag, 11.11.2010

18.30 Uhr | SAAL
FESTIVALERÖFFNUNG
ZUR FASZINATIONSGESCHICHTE DER ENTROPIE (Einführungsvortrag)
Prof. Dr. Elizabeth Neswald (60 min, Eintritt frei)

© M. Berkmann
Die Entdeckung der qualitativen Veränderungsprozesse von Energie und Wärme – und damit der Entropie – revolutionierte das Verständnis der Begriffe Arbeit und Leistung fundamental. Mit ihrer Studie „Thermodynamik als kultureller Kampfplatz“ liefert Elizabeth Neswald ein Überblick über die verschiedenen Richtungen des Denkens, mit denen die Thermodynamik – und insbesondere ihr Zweiter Hauptsatz: die Entropielehre – interagiert. [mehr …]
20.00 Uhr | HALLE
SOAPÉRA (Frankreich) – Berlinpremiere
Mathilde Monnier | Dominique Figarella (60 min, 18/14 €)

© Marc Coudrais
„Soapéra“ beginnt an einem Ort, der Probenraum und Atelier gleichermaßen darstellt. Vier Tänzer bewegen sich in und mit einem gewaltigen Schaumberg, die amorphe Skulptur vermischt sich mit der Choreografie zu einem „painting-in-progress“. Der Verfall des fragilen Materials findet seine Entsprechung in der Dauer der Vorstellung. [mehr …]
21.00 Uhr | FOYER
YTONG (Deutschland)
Maren Strack (ca. 15 min, Eintritt frei)

© J. Zielinski
In ihrer Arbeit „Ytong“ zertanzt Maren Strack mit von ihr speziell gefertigten Schuhen einen Ytongstein. Mit Bewegungen zwischen tanzen, stampfen und springen verwandelt sie den Stein zu Staub. Das erinnert an das Märchen von den roten Schuhen, die ihre Besitzerin zwingen sich bis zum Tode zu verausgaben. [mehr …]
21.30 Uhr | SAAL
OP EIGEN KRACHT (Niederlande) – Deutschlandpremiere
Schwalbe | Lotte van den Berg (50–60 min, 14/10 €)

© Stephan van Hesteren
Die Gruppe Schwalbe spielt unter der Regie von Lotte van den Berg eine CO2-neutrale Aufführung. Licht und Wärme werden durch die Physis der PerformerInnen produziert. Zwischen Hoffnung und Machtlosigkeit, Verlangen nach und Abscheu vor dem Komfort, zwischen Urgeschichte und Moderne spielt Schwalbe „aus eigener Kraft“. [mehr …]
23.00 Uhr | SAAL
ARRITMIA (Venezuela) – Uraufführung
Victor Moralez | Miguel Toro (20–30 min, Eintritt frei)

© Victor Moralez
„Arritmia“ spielt mit projizierten Computerbildern, die live von einem Schlagzeuger, einem Performer und dem Publikum gestört, aus dem Rhythmus gebracht und möglicherweise zum Kollaps geführt werden. So entstehen Wechselwirkungen zwischen Bild / Bewegung / Sound / Rhythmus und Puls / Leben / Tod / Zeit. [mehr …]